LaCie 2big Network und das “Error -1″-Problem

Wer eine LaCie 2big Network oder LaCie 2big Network 2 (den Nachfolger) als Netzwerk-Festplatte im Einsatz hat, hat sich vielleicht schonmal gefragt, warum man keine Backups per eSata- oder USB-Anschluss auf eine externe Platte machen kann. Bei mir war es so, dass die an das 2big Network angeschlossene externe Festplatte zwar einwandfrei erkannt wurde, jedoch kam beim Starten des Backups jedes mal umgehend die wenig aussagekräftige und wirklich miese Fehlermeldung “Error -1″.

Als es neulich in der Firma darum ging unseren Fileserver gegen ein größeres Modell zu tauschen (wir haben jetzt 2x Synology DS211+ im Einsatz), bin ich dann doch noch dahinter gekommen, wie man Backup-Jobs vom LaCie 2big Network auf externe Platten hinbekommt:

Die externe Platte muss mit dem ext3-Filesystem formatiert sein!!

Das findet man in keinem Handbuch und auch im Netz gibt es leider keine Lösung dazu. Die externe Festplatte (z.B. die Lacie D2) lässt sich zum Beispiel mit folgendem Linux-Befehl ext3-formatieren:

mkfs.ext3 -L backup /dev/sda4

Achtung: der Bezeichner der ext3-Partition (hier “backup”) sollte immer möglichst einfach gehalten werden – z.B. “backup” oder “extern”. Einige Leute berichten an anderer Stelle, das externe Platten mit exotischeren Namen wie zum Beispiel “externe festplatte” oder “test-backup_203813″ von der LaCie 2big Network ebenfalls nicht richtig erkannt werden.

 

5 Kommentare

  1. Nils
    Veröffentlicht am 18. August 2011 um 23:36 | Permanenter Link

    Und sowas wird von LaCie nicht mal auf der Weboberfläche erkenntlich gemacht!?
    Ich habe mich vor geraumer Zeit für einen kleinen Home Server entschieden und bin damit wirklich sehr zufrieden, auch wenn ein fertig NAS sicher die “Stressfreie” Lösung ist.
    Du hattest letztens auf Twitter über die Übertragungsrate der DS211+ geklagt. Hast du da Erfahrungswerte, bezüglich der Schreib-/Leserate? Würde mich interessieren, da das NAS in einer ähnlichen Preiskategorie wie mein Server angesiedelt ist.

  2. Veröffentlicht am 19. August 2011 um 08:48 | Permanenter Link

    Nein. Die LaCie 2big Network tut so, als ob mit der externen HDD alles in Ordnung ist und ich habe leider auch keine Möglichkeit gefunden, die externe Platte über das Webinterface zu formatieren.

    Die Übertragungsrate der DS211+ auf eine zweite, per Gigabit-Ethernet angebundene DS211+ (dedizierter Storage-Switch) beträgt ca. 30MB/s. Bei Nutzung der an sich wirklich toll gemachten eCryptfs-Verschlüsselung der Synology DS211+ fällt die Übertragungsrate auf ca. 3-4MB/s ab und die CPU der “Empfangsmaschine” läuft auf 100%.

    Für wenig Daten ist das ok. Um täglich komplette Xen-VMs wegzusichern, leider eher ungeeignet. Die DS1511+ sollte das besser können.

  3. Nils
    Veröffentlicht am 19. August 2011 um 19:13 | Permanenter Link

    Die 30MB/s auf das zweite NAS sind ja in Ordnung, aber 3-4MB/s bei Verschlüsslung würde ich mir dann auch nicht gefallen lassen :)
    Wenn man wirklich auf die Verschlüsslung der Daten angewiesen ist, kann man wahrscheinlich lieber einen TrueCrypt Container oder vergleichbares nutzen. Ist aber interessant, dass eCryptfs schon auf einer solchen NAS-Lösung angeboten wird – war mir gar nicht bewusst.
    Ich nutze ZFS als Dateisystem und würde auch gerne das Crypto-Feature nutzen, was in FreeBSD aber leider noch nicht verfügbar ist. Zwischen MacBook und Server komme ich hier über afp auf maximal ~70MB/s.

  4. Marcus
    Veröffentlicht am 24. Oktober 2011 um 19:01 | Permanenter Link

    Vielen Dank für den Hinweis auf die Notwendigkeit, ein externes Medium mit ext3 zu formatieren, damit es als Backup-Ziel sichtbar ist – es klappt einwandfrei. Zuvor wurde zwar die angeschlossene Platte erkannt, aber nicht als externes Backup-Ziel angeboten.
    Ich frage mich, warum LaCie seinen Kunden das Leben so schwer macht. Das Gerät ist doch für’s Geld wirklich nicht schlecht und seine Fähigkeiten nicht vollständig zu dokumentieren reichlich kontraproduktiv für alle Beteiligten.

  5. Dieter
    Veröffentlicht am 19. Februar 2012 um 20:27 | Permanenter Link

    Vorsicht !

    Es werden auch nicht alle Daten weggesichert, wenn sich Leerzeichen oder Umlaute im Verzeichnsnamen bzw. Dateinamen befinden !

    Gleiches gilt vermutlich für die Bezeichnung des angeschlossenen Laufwerkes. Bei Fat-Laufwerken kann die Weboberfläche allerdings nicht den verfügbaren Speicherplatz ermitteln. Schreiben des Backups funktoniert bei mir aber trotzdem.

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